Neben Informationen über die Gemeinde, die Arbeit und das Leben der Gläubigen und Missionare in Russland, der Ukraine und Kanada, sowie über das wirken Gottes.
Sie arbeitet in einem Krankenhaus und erlebte die Situation der Kranken und Verletzten hautnah.
Nach der Annektion der Krim durch Russland, wurde dem Krankenhaus für Lebensmittel zwei Monate lang Geld zur Verfügung gestellt, so das zwei Mahlzeiten täglich für die Kranken und Verletzten angeboten werden konnten. Aber der Geldfluss ist versiegt, so dass es weder Lebensmittel, noch Medikamente oder sich verbrauchende medizinische Materialien gibt. Die Ukraine hat einst eine Grundversorgung bereitgestellt, aber Russland versorgt das Krankenhaus nicht. Und Teile des Krankenhauses müssten auch dringend renoviert werden.
Als ich danach noch die Möglichkeit hatte mit Galina V. persönlich zu sprechen, sprach dann permanent eine Person dazwischen, welche vor ca. 15 Jahren aus der Ukraine ausgewandert ist, und Verwandte in Russland hat. Und nun der Meinung ist, es ist für die Menschen sozial gesehen besser zu Russland zu gehören, anstatt zur Ukraine.
Dies entpuppte sich aber bald als der Quatsch, der es war. Die Menschen (zumindest die Rentner) bekommen zwar umgerechnet mehr Geld - können aber dafür viel weniger kaufen.
Bekamen die Rentner in der Ukraine 1300 Grivna (ca. 110 Euro), bekommen sie jetzt von Russland 9000 Rubel (ca. 180 Euro). Dafür kostete das halbe Kilogramm Schweinefleisch 50 Grivna (5 Euro) jetzt 450 Rubel (9 Euro).
Das größere Problem wie die Renten, ist das Einkommen der Bevölkerung im berufsfähig Alter. Die Kriminalität ist durch die vielen Flüchtlinge und Auswanderer aus anderen Gebieten sprunghaft angestiegen.
Polizei und Staatsorgane kümmern sich aber nicht darum, sondern kontrollieren die Menschen (wie Kranke und Rentner), damit wer überhaupt Hilfe bekommt, ja nicht zu viel erhält. - Es ist zwar nur eine Floskel, schwer zu sagen was sie bedeutet.
Bisher sprach man so, wenn man zwischen den Worten ausdrücken wollte, dass die Staatsbediensteten versuchen von denen welche etwas haben, durch tatsächliche oder ersonnene Auffälligkeiten Strafen ohne Quittungen oder einfach Schmiergelder einzutreiben.
Holger G. Seiffert